Kategorie: Impulse

Meditationen, Impulse, Rituale

für den Alltag
für mein Leben

zum Mitnehmen im Herzen

– meist kurz und knackig damit genug Platz für Eigenes ist.

Schaufenster Gottes

wenn der Glaube
das Fundament für alles ist
was ich mir erträume
erhoffe
erwarte

wenn mein Glaube
zum Felsen meines Lebens wird
mir Halt
Zuversicht
Kraft gibt

wird mein Leben zum Schaufenster Gottes
zeigt, was Gott im Leben eines Menschen bewirken kann
zeigt, was seine Zusage an Frucht bring
zeigt, wie seine Gefährtenschaft bestärkt und beschenkt

so bin ich vorbereitet
denn
überraschend und unerwartet
kommt der Menschensohn zu einer Stunde, in der ich es nicht erwarte

so kann ich unverzagt vertrauen auf DEINE Zusage

„Ich bin da“

@angelika-kamlage für Spurensuche. Vorbei schauen lohnt sich auf jeden Fall!

Orkane im Leben

Die Zeichen der Zeit stehen auf Sturm. Drei Orkane, die innerhalb weniger Tage über Deutschland gefegt sind, haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Zudem hat das dritte Corona-Jahr begonnen. Ein Ende der Beschränkungen scheint in Sicht zu sein, gleichzeitig sind die Folgen des Virussturms für die Gesellschaft tiefgreifend und noch nicht endgültig absehbar. Am Horizont droht ein Krieg, der immer stärker Realität wird und inzwischen real geworden ist. Das sichere Leben, wie wir es in Europa in den letzten Jahrzehnten leben durften, ist bedroht.
Nicht zuletzt wären da die Verwerfungen in ungeahnter und immer noch zunehmenden Dimensionen in unseren Kirchen. In diesem Jahr werden weniger als 50 % der Deutschen einer christlichen Kirche angehören.

„Keine einfachen Zeiten, in denen wir leben“, sagte neulich jemand zu mir.

Ja.

Gibt es überhaupt einfache Zeiten?

noch nie gab es eine so lange Zeit des Friedens in Europa
und ich mittendrin
noch nie gab es so viele Möglichkeiten für ein Leben
und ich mittendrin

Herausgefordert hat das Leben jeden einzelnen Menschen trotzdem, und wir spüren, dass die Herausforderungen gewaltig zunehmen. Die Zeit des wachsenden Wohlstands geht zu Ende. Wir möchten es nicht wahrhaben, sehnen uns nach den alten Zeiten zurück und hoffen auf ihre Wiederkehr, doch seien wir ehrlich: Flutwellen, Orkane, Corona, Feuersbrünste, Kriegsdrohungen, Drohgebärden und Polarisierung der Gesellschaft, Grenzüberschreitungen jeglicher Art lassen erahnen, dass wir uns stattdessen auf härtere Zeiten einstellen müssen.

Ja, keine einfachen Zeiten, in denen wir leben – nicht mehr. Die Ereignisse und Bedrohungen machen mir nicht nur Sorgen, sondern an manchen Tagen wird die Angst für mich ganz konkret greifbar. Tatsache ist aber: Das ist die Zeit, in die ich hineingeboren wurde – in die ich von Gott hineingestellt wurde.

Sehnsucht nach Frieden

Wie sehr sehne ich mich danach, dass wir Menschen in Harmonie miteinander leben. Ich wünsche mir, dass wahr werden darf, was wir einander im Gottesdienst wünschen: „Der Friede sei mit Dir“ – und was die Ursehnsucht aller Menschen und ein Wesenszug des christlichen Glaubens ist.

Der Friede sei mit Dir
mit den Ängstlichen, den Überrannten, den Nichtgesehenen, den Missbrauchten, den Sorgenden, den Schwachen, den Kleinen und Großen, den Alten und Jungen und allen

Die Einsicht sei mit Dir
den Mächtigen, den Starken, den Machthabern, den Unterdrückern, den Diktatoren, den Drohenden, den Bischöfen, den Verleugnern, den Gegnern und allen

Und ich?

Ich stehe hier- ein kleines Rad inmitten des großen Weltgetriebes. ER fordert mich auf, mich den Herausforderungen zu stellen, nicht aufzugeben, weiter an das Gute zu glauben und meinen kleinen Beitrag für mehr Liebe, Gerechtigkeit, Umweltschutz und Frieden zu leisten, selbst dann, wenn es aussichtslos erscheint.

Angelika Kamlage für spurensuche.de

Wo bist DU?

©angelika-kamlage.de

Kreuz, Blume, Baum, Auto, Notebook, Haus,
Schule, Beruf, Handy, Partnerschaft, Familie, Mensch

suchen

die nächste Videokonferenz, das nächste Meeting,
der Post auf Facebook, das Video auf Tiktok

suchen

sitzen, stehen, weinen, trinken, essen, atmen, finden, lachen, hören, sprechen,
beten, lernen, fühlen, schreiben, fotografieren, arbeiten, springen, beten, sehen

suchen

Ich suche Dich in allen Dingen
Ich suche Dich in meinem Handeln
jeden Tag neu
gebe nicht auf

und doch

bist du manchmal so schwer zu finden
dann ist es scheinbar so
dass du klein und unscheinbar bist
und ich zu groß und blind für Deine Existenz
meine Sorgen und Probleme mir über den Kopf gewachsen sind
mein Tunnelblick auf Dich mich beschränkt hat

aber eigentlich
ist es genau umgekehrt
wenn ich innehalte
dann erkenne ich
wie unendlich groß Du bist
so groß, dass ich Dich in meiner Winzigkeit nicht als Ganzes erkennen kann

DICH suchen und finden – in allen Dingen

©angelika kamlage

SEGEN für die Woche

Gott, der Du auf den Flügeln des Windes
über dem Wasser wandelst
und der Du allein Wunder tust:
durch die Kraft,
die Du uns in unsere Herzen gelegt hast,
machst Du Begegnungen auch über Entfernungen möglich
bringst Du ferne Dinge nah,
schneller als der Blitz,
und schickst nahe Dinge in die Ferne.

Gib, dass uns die neuen Möglichkeiten
durch Deine reiche Gnade lehren,
noch entschlossener
und leichter von Dir zu erzählen
und zu Dir zu gelangen.

So bitte ich Dich segne uns,
wenn wir jetzt wieder hinaus gehen in die Welt

+ Im Namen des Vaters
+ durch den Sohn
+ mit dem Heiligen Geist

Amen

Der Impuls ist entstanden für die Tagung „Kirche digital in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“. /ak

Fundstücke

zurück von der Insel
Drei Fundstücke im Gepäck
beim Bummeln – am Strand – auf dem Weg

Feder
zerzaust gerupft
wie das im Leben so ist
wenn der Wind mal wieder stärker weht

Muschel
hören bewahren aufbrechen
alles
immer wieder neu

Leuchtturm
suchen und sehen
mich immer wieder neu ausrichten
auf DICH

was für eine Woche

Als Geistliche Begleiterin und Fotografin fühle ich mich reich beschenkt.

#immerwieder#dnkgtt#begleitung#dabeisein#wangerooge#fotoexerzitien#fotografiekamlage#fotocoaching

Die nächsten Foto-Exerzitien werden online sein: Achtsamer in den Advent …
https://www.angelika-kamlage.de/…/achtsamer-in-den-advent/
Erzählt es gerne weiter! ♥️
#teilen#advent#advent2021 /ak

ZU DIR

Wohin soll ich, wenn ich vor den Scherben stehe, die mein Leben sind?
Wohin soll ich, wenn Hoffnungslosigkeit sich breit macht?
Wohin soll ich, wenn Menschen sich abwenden?
Wohin soll ich, wenn ich nicht mehr weiß wohin?

Wohin soll ich, wenn die Fluten der Angst und des Elends über mir zusammenschlagen?

Wohin soll ich, wenn meine Maske bricht und zeigt wie ich bin?
Wohin soll ich, wenn Menschen mich verletzen?
Wohin soll ich, wenn nichts mehr bleibt, was war?
Wohin soll ich, wenn Freundschaft ein Fremdwort wird?

Wohin soll ich, wenn die Fluten des Egoismus und Selbstsucht alles zerstören?

Wohin soll ich, wenn ich mich meiner Fehler wegen schäme?
Wohin soll ich, wenn mein eigener Anspruch mir den Atem raubt?
Wohin soll ich, wenn mein „ich“ für andere nicht zählt?
Wohin soll ich, wenn ich meine Ungeduld mich überholt?

Wohin soll ich, wenn die Fluten meiner Selbstzweifel und Selbstkritik langsam steigen?

Darf ich dann zu Dir?

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich habe dich stark gemacht, ja ich habe dir geholfen und dich gehalten mit meiner siegreichen Rechten. (Jes 41,10)

Du sprichst,
Dein „Ja“ zu mirJeden Tag neu.
Amen.

Angelika Kamlage
geschrieben für www.spurensuche.de

mutig sein

Ich sehe, wie er mit dem Stein spielt.
Ich höre, die Worte, die er schreit.

„WEG HIER“
„IHR HABT HIER NICHTS VERLOREN“
„WIR WOLLEN DICH NICHT“

Ich erschrecke.
Ich habe Angst.
Was passiert hier?

Ich denke an Jesus.
Wie sehr hat er die Menschen geliebt.
Er hat gerade mit denen zusammen gesessen und gegessen,
die von uns nicht gewollt sind.

Was hätte er gesagt? Was getan? –

Ich trete vor.
Ich sage,
„NEIN – so ist das nicht!“
„Ihr seid willkommen. Du bist willkommen.“
„Ich mache gern Platz für Dich und teile das, was ich habe, mit Dir.“

Ich bin nicht so laut,
aber ich bleibe beharrlich
und gebe nicht auf!

/ak

#weltflüchtlingstag #neinsagen #mutigsein #gemeinsam

geschrieben für espresso.church

Auferstehen

geschrieben für NUR FÜR HEUTE

Einen Weg zu Ende gehen
auch wenn alle Lebenskraft daraus gewichen ist

Den Kummer des Verlusts und Abschieds annehmen
auch wenn es meine Kraft übersteigt

Mich dem Neuem zuwenden
auch wenn es nicht meine Wahl war

Durch den Tod ins Leben gehen
mich überraschen lassen und neu werden

Du machst mein Herz weit
ohne zögern will ich Dir folgen
kein Hasenherz mehr sein
sondern mutig, entschlossen und vertrauensvollDir folgen
der Weg öffnet sich im Gehen

Lehre mich, was Auferstehung heißt.

©Angelika Kamlage

Hoffnung

Für alle, die lieber hören als lesen <3 der Impuls für die Ohren

Inzwischen war es Mittag geworden. Eine Finsternis brach über das ganze Land herein, die bis drei Uhr nachmittags andauerte; die Sonne hatte aufgehört zu scheinen. Dann riss der Vorhang im Tempel mitten entzwei. Jesus rief laut: »Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist!« Mit diesen Worten starb er. Der Hauptmann, ´der die Aufsicht hatte und` vor dessen Augen das alles geschah, gab Gott die Ehre. »Dieser Mann war wirklich ein Gerechter«, sagte er. Die Menschen, die in Scharen zu dem Schauspiel der Kreuzigung herbeigeströmt waren und das ganze Geschehen miterlebt hatten, schlugen sich an die Brust und kehrten betroffen ´in die Stadt` zurück. Alle die, die mit Jesus bekannt gewesen waren, hatten in einiger Entfernung gestanden, unter ihnen auch die Frauen, die ihm seit den Anfängen in Galiläa gefolgt waren; sie hatten alles mit angesehen (Lk 23 44-49 NGÜ)

Eine Finsternis brach über das ganze Land herein […]
und die Sonne hörte auf zu scheinen.

LK 23,44

Der Sohn Gottes hängt am Kreuz.

Die Welt hängt am Kreuz. Was könnte es Katastrophaleres für die Welt geben? Alles hängt am seidenen Faden. Der Schöpfer der Welt verliert sein Kind.

Die Welt hängt an einem seidenen Faden, dachte ich beim Lesen der Zeilen. Corona brach über uns herein. Lockdown, Beschränkungen, Einsamkeit, Verzweiflung, Sehnsucht hängen über unserem Land. Wie geht es weiter? Wann kehren wir zurück in die Normalität?
„Ich kann nicht mehr“, höre ich immer wieder in Gesprächen. Verzweiflung.

Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist.

Lk 23, 46

Jesus lässt los.

Er legt voller Vertrauen seinen Geist in Gottes Hände zurück – in die Hände seines Vaters. Jesus vertraut darauf, dass alles gut wird. Dass sein Vater es richten wird. Und gleichzeitig hat sein Vater jetzt alle Macht über ihn.

Dürfen wir nicht auch Zuversicht haben?
Dürfen wir nicht auch voller Vertrauen auf Gott hoffen?

Wenn die Finsternis in meinem Leben zu groß wird, die Verzweiflung zu siegen scheint, welch ein Geschenk, diese Lebenssituation mit Zuversicht füllen zu können. Nicht aufzugeben. Sondern mich ganz in die Hand des Vaters zu geben.

Jesus stirbt. Der Hauptmann spricht: „Dieser Mann war wirklich ein Gerechter.“

Lk 23, 47

Das Volk hat zugeschaut,

wie dieser Mensch stirbt. Passiv. Schweigend. Betroffen.
Vielleicht haben sich einige gefragt: Was haben wir getan? Wir haben unsere Hoffnung ans Kreuz geschlagen und getötet.

Tod. Tod. Tod.
Ohne Tod keine Auferstehung.
Ohne Auferstehung kein neues Leben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Eigentlich ist sie gar nicht totzukriegen.

Hoffnung ist die Fähigkeit,
auch im dunkelsten Moment den Schimmer des aufkommenden Morgens zu sehen.

Hoffnung.

Lasst uns zusammen still werden

für alle Menschen, deren Hoffnungen klein geworden sind
für alle Menschen, die sich verzweifelt nach Normalität sehen
für Dich und mich

Wir beten gemeinsam zum Vater

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

SEGEN über uns

Du, Vater geh mit uns, auf das uns keine Angst besiegen kann.
Du, Vater geh mit uns, auf das unsere Hoffnung niemals stirbt.
Vater segne unsere kleinen und großen Tode im Leben.
Vater pflege und nähre unsere Hoffnung jede Minute unseres Lebens neu.

So segne uns
+ der Vater
+ durch den Sohn
+ mit dem Heiligen Geist

Amen