Kategorie: Impulse

Meditationen, Impulse, Rituale

für den Alltag
für mein Leben

zum Mitnehmen im Herzen

– meist kurz und knackig damit genug Platz für Eigenes ist.

LICHT

die tage werden länger
sind es schon
werden es noch mehr
immer ist da LICHT
selbst wenn es dunkel ist
ist da irgendwo LICHT
und jetzt wieder mehr
LICHT ist HOFFNUNG
HOFFNUNG ist das, was ich brauche
jetzt
im DURCHHALTEN
beim DURCHHALTEN
im WEITERGEHEN
schritt für schritt
wir packen das
du packst das
ich packe das
der frühling kommt näher
das LICHT ist auch dieses mal nicht aufzuhalten.

Angelika Kamlage

eine Meditation, die ich für Spurensuche.de geschrieben habe.
Dort findet Ihr noch mehr wertvolle Gedanken, Gebete und Texte.

Das Volk, das in der Finsternis ging

Das Volk, das in der Finsternis ging

Jes 9,1

Wir gehen durch dunklere Zeiten.

Keine Umarmungen. Keine Feste.
Wir müssen uns beschränken.
Auf uns und auf den Nächsten achten.
Manche fühlen sich einsam, andere verlassen.
Manche fühlen sich eingesperrt, andere unterdrückt.
Manche fühlen sich im Stich gelassen, andere überfordert.
Traurigkeit senkt sich in viele Herzen, in andere Wut.

sah ein helles Licht;

Jes 9,1

Ein kleines Kind reicht mir die Hand.

Es streckt mir seine Arme entgegen.
Erwartungsvoll.
Neugierig.
Lächelnd.
Ein kleines Licht in der Finsternis.
Ein verheißungsvolles Licht voller Wärme und Leben.
Ich lächle.
Ich spüre wie mein Herz sich öffnet
und wie Gewissheit zaghaft aufkeimt, dass alles gut wird.
Vertrauen.

über denen, die im Land der Todesschatten wohnten,

Jes 9,1

Todesschatten sind wie ein plötzlicher kalter Windhauch.

Ich lese die ständig wachsende Zahl der Toten in diesen Zeiten.
Ich sehe, höre, lese wie Menschen es leugnen und sich dem Geschehen verweigern.
Ich sehe die Hilflosigkeit der Regierenden, die bitten und hoffen.
Ich fühle, dass die Konsequenzen uns einengen,
die die leugnen und alle anderen.
Ich fröstele.
Ich bete und flehe DICH an.

strahlte ein Licht auf.

Jes 9,1
Voller Leichtigkeit und Zuversicht will ich mich vom Kind, das Weihnachten geboren wird, führen lassen.

Du streckst mir deine Hände entgegen.

Du füllst mein Herz mit Licht, Wärme und Liebe.
Du lädst mich ein, dich und deine Botschaft
mit meinen Händen zu begreifen,
mit meinen Augen zu sehen,
mit meinen Ohren zu hören,
mit meinem Mund davon zu erzählen,
mit den Füßen überall dorthin zu gehen, wo deine Liebe von Nöten ist.

Voller Leichtigkeit und Zuversicht will ich mich von DIR führen lassen.
So werde ich zum Lichtträger, der die Dunkelheit erhellt.
So werde ich zum Botschafter, der deine Liebe teilt.
So werde ich zu deinem Werkzeug durch Wort und Tat.

Ich bin ganz dein.
Weihnachten kommt.

Angelika Kamlage

Dieser Text ist auch auf Spurensuche erschienen!
Vorbei schauen und sich durch Texte beschenken lassen, lohnt sich immer. 🙂

Anpacken hilft. Geduld auch.

Der Winter naht.
Der Sommer bleibt zurück.

Vorbei die Tage
mit Freunden auf der Terrasse
vorbei die Sorglosigkeit unter freiem Himmel

Der Winter naht
und wieder ist Vorsicht und Achtsamkeit geboten.
Wieder muss ich mich fragen,
was Nächstenliebe im Heute heißt.
Wieder muss ich mich fragen,
ob es verantwortungsvoll ist,
den Geburtstag zu feiern,
die Freunde zu besuchen,
ins Theater, Konzert oder Kino zu gehen.

Wahrscheinlich ist, dass diese dunkle Jahreszeit dunkler sein wird
keine Martinsumzüge, Advents- und Weihnachtsmärkte,
weniger Begegnung mit anderen Menschen,
mehr Unzufriedenheit bei wenigen Menschen.

Was bleibt ist Gottes Zusage
„Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)
und
„Ihr seid das Licht der Welt.“ (Mt 5,14)

Ich möchte gemeinsam mit Euch Licht sein.
Ich möchte gemeinsam mit Euch Licht bringen.
Ich möchte gemeinsam mit Euch Licht werden.

Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort.
In meinem Herzen ist genug Licht, dass die Dunkelheit vertreiben kann.
Gemeinsam – miteinander – alle im Blick
möchte ich den Herausforderungen entgegen gehen.
Telefonieren – Einkaufen – Zuhören –
nicht mehr #mefirst, sondern #alltogether

Anpacken hilft. Geduld auch.

/ak

Plötzlich Herbst

Plötzlich ist es Herbst geworden
Gestern noch schien die Sonne
die Luft flimmerte
Sonnencreme auf der Haut
Sommerduft in meiner Nase

Es ist Herbst geworden
Gestern noch Himmel und Hölle gespielt
die Welt entdeckt
war der Kapitän auf dem Piratenschiff
hatte Träume im Herzen

Im Herbst leben
mit erfüllten und unerfüllten Träumen im Herzen
den Blick voraus
die Neugierde im Gepäck
mit dem Wissen, dass der Winter nicht fern ist

Mein Gott
uns allen ist eine Lebenszeit geschenkt
Frühling, Sommer, Herbst, Winter
unsere Lebenszeit tickt
die Zeit fließt dahin
was mir geschenkt ist, will ich nutzen
wie ich handle, soll dir zur Ehre gereichen
und wenn irgendwann der Winter anbricht
lege ich die Fäden meines Lebens in deine Hände zurück.

Amen.

©Angelika Kamlage – erschienen auch auf spurensuche.de

Seit letzter Woche ist der neue Jahreskalender Traumlande mit 13 Impressionen aus Südafrika und kurzen einfühlsamen Lebenstexten fertig gestellt. Herzliche Einladung vorbei zu schauen.

Wie schön war es doch früher

welch schöne Sommer Idylle, die wir fanden
welch schöne Träume wir uns erfüllten

wie schön war es doch früher
Reisen ohne Angst und Sorge
Reisen in die entferntesten Winkel der Welt

wie schön war es doch früher
das Wasser klar
die Luft rein
und weit und breit kaum andere Menschen

wie schön war es doch früher
als Mensch und Tier und Vegetation
noch Hand in Hand durch die Schöpfung gingen

wie schön war es doch früher
kein Plastik, keine Ozeanhotels, keine Riesenflieger
kein Urlaub im Ausland – viermal im Jahr

wie schön heil war es
als der Mensch noch nicht rücksichtslos
alles verbrauchte
alles mehr als es der Natur, den Tieren und uns gut tat

wie schön war es
ohne Antrieb nach noch mehr
ohne Fast-Fashion, Fast-Imbiss, Fast-Einkauf

Mitten im Sommer – mitten im Leben – mitten im Genuss
Halte ich einen Moment inne
was brauche ich wirklich
was muss ich an meinem Verhalten verändern
was zählt wirklich in meinem Leben

eine Chance, die Corona mir bietet
mich neu zu orientieren
meinen Konsum umzustellen

veröffentlicht auf spurensuche.de – eine Seite zum Suchen und Finden
eine Seite, um sich neu im Glauben anregen zu lassen

Ertragt einander in Liebe (Eph 4,2)

Seid demütig,
friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe.

Eph 4,2

Wir haben Katzen.
Eine ältere Dame, einen nicht ganz so alter Herr und ein junge quirliges Fräulein, das die beiden anderen immer mal wieder aufmischt. Nicht immer zu deren Freude. Meist endet es in Knurren und Fauchen. Manchmal bekommt die kleine Zicke auch eine handfeste Ermahnung, dass es jetzt genug ist und sie sich gefälligst benehmen soll.

Die Blicke, die uns die beiden älteren Katzen dann immer wieder zuwerfen, sind deutlich:
„Die nervt“
„Hatten wir nicht von Anfang an gesagt, dass das eine doofe Idee ist?“
„Wir wollen unsere Ruhe!“
Irgendwie haben sie ja auch recht. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie hatten Haus, Grund und Menschen unter sich aufgeteilt und machten ansonsten was sie wollten.

Und dann an einem Tag vor zwei Jahren kam dieser ungestüme Wirbelwind, der spielen und Spaß haben wollte, ins Haus. Das Fräulein forderte die beiden Älteren immer wieder heraus und war gleichzeitig so zuckersüß und babyhaft hilflos, dass auch katze ihr nicht wirklich etwas antun wollte. Also wanderten die Alten aus und warteten, bis die Junge etwas trockener hinter den Ohren wurde.

Inzwischen gibt es einen neuen Status quo, was Haus, Grund und Menschen betrifft. Alles frisch aufgeteilt. Alles irgendwie im Einklang … wenn, ja wenn das Fräulein nicht immer wieder von Zeit zu Zeit alles aufmischen würde.

Während ich als Mensch die Kämpfe, Zankereien und das vorsichtige Austauschen von Schmuseeinheiten beobachte, muss ich immer wieder daran denken, dass es unter Menschen oft auch nicht anders ist. Gemeinschaften, die aufeinander eingespielt sind, empfinden Neuankömmlinge auch oft als Störenfriede.

Paulus schreibt im Epheser-Brief:
„Seid demütig, friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe.“ (Eph 4,2)

Ertragt einander in Liebe – nicht: liebt einander. Ich muss nicht alle lieben, doch alle ertragen in dieser meiner Gemeinschaft der Menschen.

Ohne Frage stellt mich dieser Satz im Leben vor immer neue Herausforderungen. Ich liebe ein Leben in Harmonie. Störenfriede stören diese. Die einfache Lösung, mich zurückziehen – die anstrengende, mich dem Konflikt stellen. Welche wähle ich? … und ist überhaupt eine der beiden Alternativen eine gute Wahl, frage ich mich. Doch „bleiben und ertragen“ als dritte der beiden Varianten fühlt sich auch nicht wirklich wie Selbstverwirklichung an.

Was also? „Ertragt einander in Liebe.“ Auch wenn ich nicht alle lieben muss, so ist dennoch auch hier wieder Liebe das entscheidende Schlüsselwort. Ertrag den Anderen mit Liebe. Sei nachsichtig, freundlich, geduldig.

Seid demütig, friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe (Eph 4,2).

Und noch etwas scheint mir wichtig zu sein: Ertrage nicht nur den Anderen, auch Dich selbst, wenn Du verletzt, unzufrieden, unausgeschlafen, mürrisch und nicht perfekt bist. Sei auch mit Dir selbst nachsichtig, freundlich und geduldig. Ich glaube, dann gelingt es, auch mit anderen so umzugehen.

Der Gedanke der Woche macht Sommerpause. Im September gibt es den nächsten Gedanken. Bleibt gesund und behütet.

Fragen, Anregungen gerne an wochenimpuls @ angelika-kamlage . de

Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. (Joh 3,3)

Jesus entgegnete: »Ich sage dir:
Wenn jemand nicht von neuem geboren wird,
kann er das Reich Gottes nicht sehen.«

Wie oft werde ich geboren? Was heißt denn eigentlich „neu geboren“? Diese und andere Fragen begleiten mich in dieser Woche.

Schreibt mir (wochenimpuls[at]angelika-kamlage[dot]de) oder hinterlasst hier einen Kommentar, was Ihr dazu denkt! <3

Heiliger Geist

An diesem Wochenende lädt er sich bei uns alle ein.
Der Geist des Herren.
Der Geist, der weht, wo er will.
Der Geist, der alles durcheinanderwirbelt.

Wie die Windböe, die beim Schreiben dieses Textes die Blätter vom Tisch fegt. Unerwartet bläst sie über den Tisch und nimmt mit sich alles, was darauf lag und ihr nicht widerstehen konnte. Das Glas Wasser ist dabei auch umgefallen. Alles nass.

Ich starte einen Rettungsversuch. Ich tupfe und tupfe, doch es nützt nichts. Die Papiere sind so durchnässt, dass ich sie nur noch wegwerfen kann. Ärgerlich. – Ich muss von vorne beginnen.

Im Alltagsleben passiert das oft. „Ich mache Pläne und dann passiert das Leben“, höre ich oft. Das Leben – oder ist es nicht vielleicht der Geist Gottes, der zur Tür hereinweht und meine Pläne durchkreuzt?

Der Geist weht, wo er will.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Geringen.
Er knallt Türen zu und öffnet neue.

Du, Heiliger Geist, komm zu mir.
Erfasse mich mit Deiner Energie.
Erfülle mein Herz mit Lebendigkeit und Phantasie.
Schenke mir ein hörendes Herz.
Damit ich hören kann, was Du mir zuflüsterst.
Damit ich mutig sein kann, Neues zu wagen.
Damit ich losgehen kann, auch wenn Altes mich hält. /ak

Amen.

Angelika Kamlage
seit dem 21. Mai bietet espresso.church zusätzlich zu den Impulsen jeden Abend um 21 Uhr die Möglichkeit eine Pfingstnovene zu beten. Herzliche Einladung vorbei zu schauen.

geschrieben für spurensuche.de und dort veröffentlicht am 27. Mai 2020

Pfingstnovene

Corona fordert uns alle heraus. An Normalität ist noch lange nicht wieder zu denken. Auch wenn viele Gottesdienste schon wieder gestartet sind, bietet Espresso.church in diesem Jahr die Möglichkeit gemeinsam eine Pfingstnovene zu beten.

Heute
aufsteigen
mit DIR
DIR zusehen wie DU zum Vater gehst

Heute
mich vorbereiten
auf den Geist
mit Gebet
damit ich mit DIR in Kontakt bleibe

Heute laden wir Dich ein, Dich gemeinsam mit uns auf das Kommen des Heiligen Geistes vorzubereiten. Wir veröffentlichen dazu jeden Abend ein Video auf unserer Homepage. Sei dabei!
Wir freuen uns über die geistbewegte Kooperation bei diesem Projekt mit Mathias ?.

erschienen auch auf espresso.church