Kategorie: Gedanken

was mich bewegt und mir zu schaffen macht
aus dem Alltag
aus der Gesellschaft
aus der Kirche
zwischen den Menschen

Gott bleibt

Hinausgesandt in die Welt –
ausgestattet mit allem, was es braucht,
um Menschen zu begegnen.
Jesus sendet die Apostel aus
und macht ihnen Mut.

Er sieht die Menschen,
ihre Sorgen, ihre Not, ihre Sehnsucht.

Wer ist heute für die Menschen da?
Wer nimmt sich noch Zeit?
Wer schafft Raum für Begegnung?
Wer versteht sich als Seelsorger
und nicht nur als Verwalter?

Jesus sprach auch das aus,
was andere lieber verschwiegen.
Damit machte er sich nicht nur Freunde.

Wer hat heute den Mut dazu?
Wer hört in den Prozessen auf die Stimmen,
die unbequem erscheinen?
Wer nimmt die wahr,
die keine Worte mehr finden?
Wer wird gehen,
ohne sich zu verabschieden?

Gott bleibt  –
in allen Herausforderungen.

Er ermutigt auch uns – egal, wo wir stehen.

©Angelika Kamlage

Gott bleibt und lässt sich finden. Manchmal sehr intensiv in #Exerzitien. Ausprobieren hilft – vielleicht in Bad Wimpfen, Ellwangen, an der Nordsee oder im Bonifatiuskloster in Hünfeld.
Mehr Infos finden sich auf https://www.foto-exerzitien.de/
Ich freue mich aufs Kennenlernen.

Mensch. Würde. Unantastbar

Ein Ausstellung

Es gibt Momente, in denen mich etwas still werden lässt. Einer dieser Momente entsteht, wenn ich die kleinen Holzkönige von Ralf Knoblauch durch meine Kamera betrachte. In ihrer Schlichtheit liegt eine Würde, die mich berührt – leise, aber eindringlich – immer wieder.

Während ich fotografiere, entstehen häufig schon Worte in mir. Sätze, die sich fast von selbst formen. Gedanken, die nicht laut sind, aber klar. Für mich sind diese Texte wie kleine Gebete geworden. Sie erinnern mich daran, was so leicht verloren geht im Alltag: dass jeder Mensch Würde in sich trägt. Wirklich jeder.

Auch der Mensch am Rand.
Auch der, der übersehen wird.
Auch der, der mich herausfordert.

Gerade in der heutigen Zeit spüre ich, wie viel Mut es braucht, daran festzuhalten. Mut, hinzusehen, statt wegzuschauen. Mut, füreinander einzustehen. Und vielleicht auch Mut, sich selbst berühren zu lassen – mit allem, was dazugehört.

Ich glaube: Dieser Mut lohnt sich. Immer. Denn dort, wo wir ihn aufbringen, verändert sich etwas. Begegnung wird möglich. Nähe entsteht. Und plötzlich ist da mehr als nur ein flüchtiger Moment – da ist Verbindung.

Für mich ist diese Ausstellung deshalb mehr als eine Sammlung von Bildern und Texten. Sie ist eine Einladung. Eine Einladung, neu hinzuschauen – auf andere und auf mich selbst. Eine Einladung, Würde nicht nur zu denken, sondern zu leben.

Ich wünsche mir, dass diese Bilder und Worte viele Orte erreichen. Dass sie Menschen berühren, ins Nachdenken bringen und vielleicht ein kleines Stück Hoffnung schenken.

Denn am Ende bleibt für mich dieser eine Gedanke:
Wir alle sind gesehen. Und wir alle sind gemeint.

©Angelika Kamlage

Im Video auf der Homepage bekommen Sie ein kleinen Eindruck meiner Ausstellung. Ich freue mich, wenn Sie vielen Menschen von dieser Ausstellung erzählen oder vielleicht sogar selbst einen Ort dafür habt. Schreiben Sie mir gerne eine Mail an hallo(at)angelika-kamlage(dot)de