Autor: ak

Karwoche

Selten war meine Vorbereitung auf die Karwoche und das Osterfest so intensiv wie in diesem Jahr. Keine Termine, keine Veranstaltungen, keine Kurse – einfach nur zu Hause und warten, dass das Leben wieder beginnt. Das Ende ist noch nicht abzusehen, auch wenn die Hoffnung wächst.

Jahr für Jahr beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Jedes Jahr nehme ich mir Zeit mich auf Ostern vorzubereiten – zwischen Terminen, Meetings, Veranstaltungen, Kursen. Allerdings kann es dann auch schon mal vorkommen, dass diese Zeiten eher knapp in der Hektik des Alltag ausfallen.

So viele Einschränkungen, so viel Sorge, so viel Vorsicht und Angst der Corona-Virus in mein Leben gebracht hat, er hat mir auch Zeit geschenkt. Zeit mit meinen Lieben, Zeit zum Lesen, Zeit zum Ausprobieren, Zeit zum Rad fahren und auch mehr Zeit und Ruhe für die Vorbereitung auf Ostern.

Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostern. Jesus besiegt den Tod, doch vorher erlebt er Einsamkeit, Sorgen, Angst und sogar Verleugnung durch seine engsten Freunde. Jesus geht den Weg durch diese Tage voller Vertrauen darauf, dass Gott mit ihm geht.

Ich gehe mit ihm durch diese Tage, durch diese Krise und bin sicher, dass am Ende wieder Leben, Freude und Hoffnung stehen wird.

Genau hingeschaut

Es gibt Momente, in denen sitze ich verzweifelt an meinem Computer. Immer wieder passiert das beim Lesen von Mails. Meist geht es in diesen Mails darum, wie wir „Kircheninternen“ miteinander umgehen. Ich schreibe „meist“ und denke: „Nein, eigentlich geht es immer darum.“

Ich merke in immer höheren Maße, wie schlecht es mir mit der Schere geht, die dadurch in meinem Herzen entsteht. Ich erlebe Predigten, die Güte und Liebe lehren, und Ansprachen, in denen die Wichtigkeit der Ehrenamtlichen in den Mittelpunkt gestellt wird. Dann erlebe dann im konkreten Handeln jener, dass es unverändert darum geht, nicht zu teilen oder Partizipation zuzulassen, sondern mit neuen Worten alles beim Alten zu lassen.
Vor einigen Tagen sagte mir jemand, dass Macht an sich nicht negativ wäre, sondern dass ein Umschlagen ins Negative erst dann erfolgt, wenn Macht zur Herrschaft wird. Es machte „klick“ als ich das hörte.

Als Geistliche Begleiterin bin ich so vielen Menschen begegnet, die mir ihre persönlichen Eindrücke vom kirchlichen Alltags-Gemeinde-Leben erzählen. Sie berichten von Machtspielen, von Intrigen, von Hilflosigkeit und von dem zunehmenden Gefühl, dass ihr Glaube dadurch verloren geht. Unbequem zu sein, die eigene Vision und den eigenen Glauben ins Gespräch zu bringen – das ist in unseren Gemeinden noch immer unerwünscht. Gewünscht ist Konformität – egal, was es kostet. Meist geht es darum, dass die „Schlagrichtung“ einer Gemeinde eine gemeinsame sein muss – für was oder gegen wen auch immer.

Wer unkonform bleibt, wer sich andere Blickwinkel wünscht, wer sich dafür einsetzt, stößt auf Unverständnis bis hin zur Ausgrenzung. Zurück bleiben Menschen, die sich verletzt zurückgezogen haben und Kirche lieber zukünftig aus der Ferne beobachten.
Jedoch: Ihre Sehnsucht nach Gott, seiner Nähe, nach Gemeinschaft bleibt.

Für mich stellt sich immer wieder die Frage, wie wir dafür Lösungen finden können. Beim Synodalen Weg ist ein Thema Machtmissbrauch. Das ist gut. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob auch das geschilderte Problem dabei wirklich im Blick ist.
In den Gemeindeentwicklungsprozessen, die ich begleiten darf, versuchen wir genau diese Problematik nicht aus den Augen zu verlieren. Nicht einfach, doch unglaublich wichtig, um als Christen und Kirche glaubwürdig zu bleiben.

#stayathome

nur noch zum einkaufen
nur noch zum arzt
und zu dem auch nur,
wenn es unbedingt sein muss
für uns die dritte woche

Danke Ralf für diese Aktion.
Du bist immer wieder an der Seite der Menschen. <3

Für alle, die den kleinen König auch gerne zu Hause hätte:
Es gibt in meinem Shop einen immerwährenden Kalender mit Fotografien des königlichen Begleiters.

Da kam eine Frau

veröffentlich auf Spurensuche.de

Da kommt eine Frau aus Samarien
Da kommt eine Frau
Da kommt

um Wasser zu schöpfen für den Tag
um Essen zu bereiten für die Familie
um Sorge zu haben für die Anvertrauten

Da kommt eine Frau
und Jesus bittet sie
‚Gib mir zu trinken!‘

Teile mit mir, was Du schöpfst.
Teile mir mir, was Dich bewegt.
Teile mit mir, damit ich Dir geben kann, was Du suchst.

Da wartet der Sohn Gottes auf mich
und gibt mir lebendiges Wasser zu trinken,
damit ich werde, was mir bestimmt ist
damit ich teile aus der Fülle
damit ich nie wieder durstig sein werde

Da kommt ein Mensch
und schöpft
und sorgt
und fragt
und bittet
und findet
und trinkt

copyright by Angelika Kamlage

Geh und Vertrau

Geh´ deinen Weg ruhig – mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.

Ich gehe meinen Weg – ruhig –
mitten hindurch egal ob Freund oder Feind
ich bleibe bei mir und in DEINEM Frieden

Ich gehe meinen Weg –
auch dann, wenn die Anfeindungen mich zu verschlingen drohen.
Ich lasse mich von DEINEM Frieden leiten.

/ak

veröffentlicht auf espresso.church

vergeben (Psalm 103 2+3)

veröffentlicht auf www.nur-fuer-heute.com

NUR FÜR HEUTE will ich auch vergeben, wo es mir schwer fällt.

Alles vergeben und vergessen.
Was könnte es Größeres geben?

Doch bedeutet es auch,
dass auch die Schuld vergeben ist,
deren ich mir gar nicht bewusst bin?
Wenn ich Menschen durch mein Leben,
meine Worte, mein Handeln, meine enge Sichtweise verletze?
Ihnen den Atem raube?

Der dir all deine Schuld vergibt und all deine Verbrechen heilt
(Ps 103 3) .

..ist Zusage und Hoffnung zugleich.
Es gibt ein Vergeben,
das jenseits meiner menschlichen Wahrnehmung ist.
Bei IHM. Für alle.

Preise den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!

(Ps 103 2)

Angelika K.

Alles hat seine Zeit

veröffentlicht auf Spurensuche.de

Manchmal verliere ich den Blick
auf das Wesentliche aus den Augen.
Manchmal sehe ich nur mit dem Auge
und vergesse das Herz.

Für alles ist Zeit.
Für alles ist Platz.

Ich bin gefragt.
Ich muss mir Zeit nehmen

Augenblicke – mitten im Alltag
Innehalten – mitten in der Hektik
Spüren – wo ich bin
Spüren – wer ich bin
Spüren – wer ich sein möchte
Wahrnehmen – bewusst werden und wirken lassen

NUR FÜR HEUTE
Nur für den Moment
und DIR vertrauen
Veränderung beginnt
JETZT.

copyright by Angelika Kamlage

Heute startet die Fastenmailaktion NUR FÜR HEUTE.
Das Besondere an dieser Aktion:
Menschen jeden Alters
Menschen vieler Nationalitäten
Menschen aus verschiedenen Berufen
Menschen wie Du und ich
schreiben, was sie in ihrem Alltag erleben und was Gott für sie bedeutet

Neugierig geworden, dann melde Dich an unter www.nur-fuer-heute.com

Mein Herz

<3

#lieblingsheiliger

Wenn dein Herz wandert oder leidet,
bring es behutsam
an seinen Platz zurück
und versetze es sanft
in die Gegenwart Gottes

Und selbst dann,
wenn du nichts getan hast in deinem Leben,
außer dein Herz zurückzubringen
und wieder in die Gegenwart Gottes zu versetzen –
obwohl es jedesmal wieder fortlief,
wenn du es zurückgeholt hattest – ,
dann hat sich dein Leben wohl erfüllt.

Hl. Franz von Sales

Heimat

Heimat ist, 
der liebevolle Blick 
auf das "Du" im Anderen.

Es wird gesungen, geredet, diskutiert über die Heimat.
Es gibt Menschen, die haben Angst, dass ihre Heimat untergehen oder verloren gehen könnte. Andere Menschen haben ihre Heimat verloren. Sie möchten nur in Sicherheit leben und in Frieden.
Jeder Mensch möchte angenommen und zu Hause sein. Wer die Heimat verloren hat, ist auf der Suche nach einer neuen. Dafür sind Menschen bereit, Entbehrungen und Verzicht auf sich zu nehmen.
So vieles wird über die Heimat gesagt, reduzieren kann man es vielleicht auf diesen einen Satz:

Heimat ist,
der liebevolle Blick
auf das „Du“ im Anderen.

Angelika Kamlage