Kategorie: über mich

Angelika, was sie liebt, arbeitet und welche Qualis sie hat

Anpacken hilft. Geduld auch.

Der Winter naht.
Der Sommer bleibt zurück.

Vorbei die Tage
mit Freunden auf der Terrasse
vorbei die Sorglosigkeit unter freiem Himmel

Der Winter naht
und wieder ist Vorsicht und Achtsamkeit geboten.
Wieder muss ich mich fragen,
was Nächstenliebe im Heute heißt.
Wieder muss ich mich fragen,
ob es verantwortungsvoll ist,
den Geburtstag zu feiern,
die Freunde zu besuchen,
ins Theater, Konzert oder Kino zu gehen.

Wahrscheinlich ist, dass diese dunkle Jahreszeit dunkler sein wird
keine Martinsumzüge, Advents- und Weihnachtsmärkte,
weniger Begegnung mit anderen Menschen,
mehr Unzufriedenheit bei wenigen Menschen.

Was bleibt ist Gottes Zusage
„Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)
und
„Ihr seid das Licht der Welt.“ (Mt 5,14)

Ich möchte gemeinsam mit Euch Licht sein.
Ich möchte gemeinsam mit Euch Licht bringen.
Ich möchte gemeinsam mit Euch Licht werden.

Die Dunkelheit hat nicht das letzte Wort.
In meinem Herzen ist genug Licht, dass die Dunkelheit vertreiben kann.
Gemeinsam – miteinander – alle im Blick
möchte ich den Herausforderungen entgegen gehen.
Telefonieren – Einkaufen – Zuhören –
nicht mehr #mefirst, sondern #alltogether

Anpacken hilft. Geduld auch.

/ak

Plötzlich Herbst

Plötzlich ist es Herbst geworden
Gestern noch schien die Sonne
die Luft flimmerte
Sonnencreme auf der Haut
Sommerduft in meiner Nase

Es ist Herbst geworden
Gestern noch Himmel und Hölle gespielt
die Welt entdeckt
war der Kapitän auf dem Piratenschiff
hatte Träume im Herzen

Im Herbst leben
mit erfüllten und unerfüllten Träumen im Herzen
den Blick voraus
die Neugierde im Gepäck
mit dem Wissen, dass der Winter nicht fern ist

Mein Gott
uns allen ist eine Lebenszeit geschenkt
Frühling, Sommer, Herbst, Winter
unsere Lebenszeit tickt
die Zeit fließt dahin
was mir geschenkt ist, will ich nutzen
wie ich handle, soll dir zur Ehre gereichen
und wenn irgendwann der Winter anbricht
lege ich die Fäden meines Lebens in deine Hände zurück.

Amen.

©Angelika Kamlage – erschienen auch auf spurensuche.de

Seit letzter Woche ist der neue Jahreskalender Traumlande mit 13 Impressionen aus Südafrika und kurzen einfühlsamen Lebenstexten fertig gestellt. Herzliche Einladung vorbei zu schauen.

Wundertaten für eine bessere Welt

Wir brauchen alle Wundertaten in unserem Leben. –
Bei Wundern dachte ich als kleines Mädchen immer an eine Fee, die mir drei Wünsche schenkt. Viele Jahre später sitze ich hier und lade Euch ein, meinen neuen Wandhänger mit Fotos von den unverwüstlichen Königen von Ralf Knoblauch mit dem Titel WUNDERTATEN zu betrachten. Der König ist keine Fee, doch ein aufmerksamer stiller Beobachter unserer Welt. Inzwischen reist er um die Welt, immer die Würde des Menschen im Blick, die wir Menschen immer wieder mit Füßen treten. Manchmal unabsichtlich, manchmal absichtlich, manchmal unbemerkt, manchmal sehend in Kauf genommen – doch niemals mit Recht. 

Für eine etwaige Bestellung geht es hier lang.

Eine stille Geschichte

Es passiert immer wieder. Jeden Tag. Überall auf der Welt. Babys werden geboren. Eltern freuen sich über das neue Leben. Es wird gelacht und erzählt…. – alltäglich und doch besonders.

Und auch das passiert. Jeden Tag. Überall auf der Welt. Babys sterben. Mitten im Werden. Mitten im Wachsen. Kurz vor der Geburt. Kurz nach der Geburt. Plötzlich. Unerwartet. Eltern weinen. Alle sind fassungslos. Alle sind hilflos.

Ich treffe Alex*, die Geschwister und die Eltern. Ein Familienshooting. Die beiden Großen turnen beim Fotografieren zwischen Alex, den Eltern und mir herum. Es geht so lebhaft zu, dass man fast vergessen könnte, wo wir eigentlich sind.
Emil* und Franz* schneiden Grimassen für lustige Familienfotos und toben dabei auf dem Schoß von Mama und Papa herum. Alex liegt im Arm der Mama. Die Augen geschlossen. Ganz ruhig lässt Alex alles geschehen. Emil küsst das Baby. Franz klettert derweil auf meinen Schoß, ergreift die Kamera und beginnt ebenfalls Fotos von seiner Familie zu machen.


Wir lachen viel – wie das eben so ist bei Familienshootings. Gleichzeitig rätseln wir, wie das mit dem Tod wohl sein mag, was Alex jetzt erlebt und ob er im Himmel auf Mama, Papa, Emil und Franz warten wird. Emil und Franz erklären mir, dass Alex ein ganz besonderes Geschenk sei, weil er ein „beides“ Baby ist, und dass das wunderbar ist, weil Franz einen Bruder und Emil eine Schwester wollte und Alex nun „beides“ ist. Dann wird es ein wenig still. Der Mama rollt eine Träne über die Wange und der Vater schaut stumm auf das Baby im Arm seiner Frau. Franz und Emil umarmen den stillen Alex, küssen es auf die Stirn und fahren zärtlich über die Wangen des Babys. So viel Liebe im Raum, auch Traurigkeit, doch die Liebe überwiegt alles alles andere. Ein ganz besonderes Geschenk, das da im Arm der Mama liegt. Ein wunderbarer Moment.

Und dann betten sie den kleinen Menschen gemeinsam in den kleinen Sarg. Das Stofftier, das die Großen für ihn ausgewählt haben, hat es fest im Arm. Liebevoll decken die Eltern den kleinen Schatz mit der mitgebrachten Kuscheldecke zu.

Ich bin Sternenkind-Fotografin. Solche und ähnliche Momente sind nie alltäglich, wenngleich sie tagtäglich passieren. Ich lerne in diesen Situationen immer wieder neu, wie wichtig es ist, dass es diese Möglichkeit für die Eltern gibt. Die Bilder helfen im Umgang mit der Trauer. Ein Ehrenamt, von dem ich selbst auch immer wieder beschenkt werde.

Die Webseite für Interessierte www.dein-sternenkind.eu

erschienen auf spurensuche.de

*Alle Namen sind von mir geändert.

Vorwärts schauen

Der Virus verändert unsere Welt. Selten war es wichtiger als jetzt, dass wir gemeinsam VORWÄRTS SCHAUEN und uns dabei gegenseitig den Rücken stärken. So ist dieser kleine Wandhänger entstanden u.a. mit Worten von mir. Nicht ganz so elegant wie Rilke, doch mit viel Herz.

Immer vorwärts! deine Stärke
liegt in deiner eignen Brust,
nur dass du sie erst durch Werke
unermüdlich wecken musst.

Tändelnd hüpft mit Lebestönen
wohl der Bach durchs flache Land,
doch er stürzt mit Donnerdröhnen
nieder von der Felsenwand.

Erst bei jenen Hindernissen
fühlt er, dass er Stärke barg,
Eichen hat er mitgerissen!
Das bedenke! – und sei stark!

Las nie ungenützt ein Heute
rasch entfliehn bei Lust und Scherz,
manch gute Körnlein streute
dir dein Schicksal in das Herz.

Lass ein jedes sorgsam reifen,
denn für jedes kommt die Frist;
so erst lerne, zu begreifen
wie unendlich stark du bist.

Tief aus deinem Innern ranke
mählich sich zum Licht die Saat,
erst Empfindung, dann Gedanke,
Wort hierauf, und endlich: Tat!

Rainer Maria Rilke

Die kleinen Könige von Ralf Knoblauch stärken dabei den Rücken. Die Texte u.a. von Angelika Kamlage möchten dem Betrachter Kraft und Hoffnung schenken, jeden Tag weiter zu gehen.

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Wie schön war es doch früher

welch schöne Sommer Idylle, die wir fanden
welch schöne Träume wir uns erfüllten

wie schön war es doch früher
Reisen ohne Angst und Sorge
Reisen in die entferntesten Winkel der Welt

wie schön war es doch früher
das Wasser klar
die Luft rein
und weit und breit kaum andere Menschen

wie schön war es doch früher
als Mensch und Tier und Vegetation
noch Hand in Hand durch die Schöpfung gingen

wie schön war es doch früher
kein Plastik, keine Ozeanhotels, keine Riesenflieger
kein Urlaub im Ausland – viermal im Jahr

wie schön heil war es
als der Mensch noch nicht rücksichtslos
alles verbrauchte
alles mehr als es der Natur, den Tieren und uns gut tat

wie schön war es
ohne Antrieb nach noch mehr
ohne Fast-Fashion, Fast-Imbiss, Fast-Einkauf

Mitten im Sommer – mitten im Leben – mitten im Genuss
Halte ich einen Moment inne
was brauche ich wirklich
was muss ich an meinem Verhalten verändern
was zählt wirklich in meinem Leben

eine Chance, die Corona mir bietet
mich neu zu orientieren
meinen Konsum umzustellen

veröffentlicht auf spurensuche.de – eine Seite zum Suchen und Finden
eine Seite, um sich neu im Glauben anregen zu lassen

Ertragt einander in Liebe (Eph 4,2)

Seid demütig,
friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe.

Eph 4,2

Wir haben Katzen.
Eine ältere Dame, einen nicht ganz so alter Herr und ein junge quirliges Fräulein, das die beiden anderen immer mal wieder aufmischt. Nicht immer zu deren Freude. Meist endet es in Knurren und Fauchen. Manchmal bekommt die kleine Zicke auch eine handfeste Ermahnung, dass es jetzt genug ist und sie sich gefälligst benehmen soll.

Die Blicke, die uns die beiden älteren Katzen dann immer wieder zuwerfen, sind deutlich:
„Die nervt“
„Hatten wir nicht von Anfang an gesagt, dass das eine doofe Idee ist?“
„Wir wollen unsere Ruhe!“
Irgendwie haben sie ja auch recht. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Sie hatten Haus, Grund und Menschen unter sich aufgeteilt und machten ansonsten was sie wollten.

Und dann an einem Tag vor zwei Jahren kam dieser ungestüme Wirbelwind, der spielen und Spaß haben wollte, ins Haus. Das Fräulein forderte die beiden Älteren immer wieder heraus und war gleichzeitig so zuckersüß und babyhaft hilflos, dass auch katze ihr nicht wirklich etwas antun wollte. Also wanderten die Alten aus und warteten, bis die Junge etwas trockener hinter den Ohren wurde.

Inzwischen gibt es einen neuen Status quo, was Haus, Grund und Menschen betrifft. Alles frisch aufgeteilt. Alles irgendwie im Einklang … wenn, ja wenn das Fräulein nicht immer wieder von Zeit zu Zeit alles aufmischen würde.

Während ich als Mensch die Kämpfe, Zankereien und das vorsichtige Austauschen von Schmuseeinheiten beobachte, muss ich immer wieder daran denken, dass es unter Menschen oft auch nicht anders ist. Gemeinschaften, die aufeinander eingespielt sind, empfinden Neuankömmlinge auch oft als Störenfriede.

Paulus schreibt im Epheser-Brief:
„Seid demütig, friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe.“ (Eph 4,2)

Ertragt einander in Liebe – nicht: liebt einander. Ich muss nicht alle lieben, doch alle ertragen in dieser meiner Gemeinschaft der Menschen.

Ohne Frage stellt mich dieser Satz im Leben vor immer neue Herausforderungen. Ich liebe ein Leben in Harmonie. Störenfriede stören diese. Die einfache Lösung, mich zurückziehen – die anstrengende, mich dem Konflikt stellen. Welche wähle ich? … und ist überhaupt eine der beiden Alternativen eine gute Wahl, frage ich mich. Doch „bleiben und ertragen“ als dritte der beiden Varianten fühlt sich auch nicht wirklich wie Selbstverwirklichung an.

Was also? „Ertragt einander in Liebe.“ Auch wenn ich nicht alle lieben muss, so ist dennoch auch hier wieder Liebe das entscheidende Schlüsselwort. Ertrag den Anderen mit Liebe. Sei nachsichtig, freundlich, geduldig.

Seid demütig, friedfertig und geduldig,
ertragt einander in Liebe (Eph 4,2).

Und noch etwas scheint mir wichtig zu sein: Ertrage nicht nur den Anderen, auch Dich selbst, wenn Du verletzt, unzufrieden, unausgeschlafen, mürrisch und nicht perfekt bist. Sei auch mit Dir selbst nachsichtig, freundlich und geduldig. Ich glaube, dann gelingt es, auch mit anderen so umzugehen.

Der Gedanke der Woche macht Sommerpause. Im September gibt es den nächsten Gedanken. Bleibt gesund und behütet.

Fragen, Anregungen gerne an wochenimpuls @ angelika-kamlage . de

Ein Segen sollst Du sein. (Gen 12,2b)

Ein Segen sollst Du sein. (Gen 12,2)

Ich will Dich segnen. Du sollst ein Segen sein. Eine Aufgabe. Ein Auftrag. Für jeden von uns. Segen begleitet und stärkt mich. Etwas, dass ich teilen soll und will. Wie also kann das gelingen?

Habt Ihr Idee, wie man zum Segen für das Leben und für andere Menschen werden kann? Dann schreibt mir. Vielleicht schaffen wir eine kleine Sammlung an Ideen. <3

Rückmeldungen gerne hier oder an
wochenimpuls @ angelika-kamlage . de

Gott heilt alle meine Wunden (Ps 147,3)

Ich liebe Einhörner. Schon immer. Selbst in der Bibel kam das Einhorn insgesamt achtmal vor … bis 1912. Danach wurde es restlos getilgt, weil es eigentlich nur durch einen Übersetzungsfehler in die Bibel hinein gekommen war.

Warum es in dieser Woche um Einhörner geht, seht und hört selbst. Rückmeldungen gerne hier oder an wochenimpuls @ angelika-kamlage . de

Bleibt in meiner Liebe (Joh 15,9)

Wie mich der Vater geliebt hat,
habe ich Euch geliebt.
Bleibt in meiner Liebe.
(Joh 15,9)

Zwei Wochen nach Stuttgart bewegen mich die Bilder und Vorfälle noch immer. „Bleibt in meiner Liebe.“, dieser Satz steht im Johannesevangelium. Bleibt in meiner Liebe und lebt aus ihr heraus. Was verändert sich, wenn ich das für mein Leben verwirklichen kann?

Wie ist das für Euch?
Schreibt mir an wochenimpuls @ angelika-kamlage . de
Ich freue mich von Euch zu lesen.

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Es gibt noch freie Plätze in den nächsten Foto-Exerzitien. Wenn Ihr Interesse habt, hier könnt Ihr mehr Informationen dazu finden. Freue mich, wenn Ihr dabei seid.