Schlagwort: Zeiten für mich

Seelenbilder – Fotoexerzitien im Kloster in Bad Wimpfen

Die nächsten Foto-Exerzitien in Bad Wimpfen finden vom 18.-21. Februar 2021 statt. Anmelden kann man sich schon jetzt per Mail.

Letztlich dreht sich in der Fotografie alles darum, wer Du bist. Es ist die Suche nach Wahrheit im Verhältnis zu Dir selbst. Und die Wahrheitssuche wird zur Gewohnheit. (Leonhard Freed)

Fotografie ist mehr als das Abbilden der äußeren Wirklichkeit. Es geht um Ausdruck meiner eigenen Gedanken, Gefühle und Bilder.
Es geht ums ‚JETZT‘.
In einer Welt, die manchmal laut und hektisch um mich herum pulsiert, ist Fotografie das Mittel mich zu sammeln und neu sehen zu lernen. Fotografie schärft meinen Blick auf das Wesentliche – auf Dich, auf mich und auf Gott. Sie findet Antworten auf meine Sehnsucht. Mit der Fotografie entdecke ich Kostbarkeiten an denen ich sonst vorbei gegangen wäre.

Kurselemente:
Anregungen zum Fotografieren und zur Bildgestaltung
gemeinsame Gespräche und Austausch über die Fotos
persönliche Zeiten der Stille
Impulse am Morgen und am Abend
Möglichkeit zum Einzelgespräch
Teilnahme am Stundengebet

Mitbringen:
digitale Kamera, leere Speicherkarten, volle Akkus, Aufladegeräte, feste Schuhe und Regenschutz für Spaziergänge

Anmeldungen:
Kloster in Bad Wimpfen
Lindenplatz 7
74206 Bad Wimpfen
kloster.badwimpfen(at)malteser(dot)org
https://kloster-bad-wimpfen.de/kurse-veranstaltungen.html
Hier geht es direkt zum Kursflyer: https://kloster-bad-wimpfen.de/fileadmin/Files_sites/Malteser_Werke/Kloster/Kurse/2020/Flyer/Fotoexerzitien.pdf

Fotografie lehrt zu sehen und zu fühlen.
Fotografie schenkt Ruhe und Aufmerksamkeit für das, was im Leben zählt.
Fotografie bringt Licht in den Moment und konserviert ihn.
Fotografie hebt Unscheinbares auf den Scheffel.
Fotografie schenkt Sprache, wo die Worte fehlen.
Fotografie ist Leben.
Fotografie ist Kontemplation.
Fotografie öffnet ein Fenster zu meiner Seele.
Fotografie berührt mich und die Menschen um mich herum.
Es entstehen Seelenbilder, die uns als Gesprächsgrundlage dienen.

SAVE THE DATE / 2021
29. Oktober – 1. November 2021

SCHWERHÖRIG

Ein Bild für die Adventszeit.
Was hat das Bild mit der Adventszeit zu tun?
Da hat jemand das Thema nicht verstanden
Oder doch?

Schwerhörigkeit hat etwas Ausschließendes. Langsam höre ich immer schlechter, was der andere sagt. Vielleicht fällt es mir gar nicht auf, weil ich es gar nicht in Betracht ziehe. Ich wundere mich nur, warum der Andere immer komischer wird oder ich komische Antworten bekomme oder vielleicht gar nicht antwortet.
Wenn es gut läuft, macht mich jemand liebevoll auf mein Problem aufmerksam. Fragt nach. Unterstützt.

Schwerhörigkeit kränkt meine Eitelkeit. Sie macht mir klar, dass ich nicht mehr so fit bin wie ich es gern wäre. Was ich brauche: Hilfe, Einsicht, Akzeptanz, Geduld und Hoffnung.
Einsicht und Akzeptanz, dass es nicht mehr so geht wie früher und ich Hilfe brauche.
Geduld und Ruhe, die für mich richtige Lösung zu finden. Nicht alles lässt sich mit Hörhilfen regeln. Auch mit Hörhilfen werde ich nicht alles hören, wie ich es möchte.
Hoffnung und Zuversicht, dass mein Alltag und Leben sich zwar grundlegend verändern, doch nicht an Reichtum und Freude verloren hat.
Vielleicht habe ich sogar im Verlieren etwas dazugewonnen? Mehr Akzeptanz meiner Selbst und weniger „Ich muss funktionieren“. Mehr Freiheit und weniger Forderungen.

Vor einigen Wochen sollte ich ein Foto zu einem adventlichen Text auswählen. Der zentrale Satz des Impulses für mich: Vor allem erwarte ich in diesem Advent, dass ich selbst zu einem tiefer hörenden Menschen werde und bei mir selbst anfange, ökologisch nachhaltiger zu leben.“ Mir fiel dieses Bild hier ein. Die Spannung zwischen dem massiven Kirchenpfeiler mit seinem Hinweisschild für Schwerhörige auf der einen und dem Schwarz mit den bunten Lichtflecken, die aus dem Dunkel herauszuspringen scheinen, auf der anderen Seite. Ich betrachte das Bild. Ich sehe die Lichter, die in der Dunkelheit an Kraft gewinnen. Dort wartet etwas auf mich – hinter dem massiven Pfeiler … hinter der Mauer.

Advent – heißt es – ist eine Zeit der Erwartung. Wir erwarten das Kind als Lichtbringer. Wir sehnen uns nach Ruhe und Frieden. Wir sprechen von einer ruhigen Zeit. Wir erleben eine hektische Zeit, die den meisten zu kurz erscheint – zu kurz für alle Einkäufe, zu kurz für alle Weihnachtsfeiern, zu kurz zum Plätzchenbacken, Vorlesen und und und ….

Ich möchte zu einem tiefer hörenden Menschen werden.

Mein Herz sagt, „Leg deine Schwerhörigkeit ab! Tritt hinter dem Pfeiler hervor! Schenke DEM Zeit, der in diese Welt kommt, der ist und immer sein wird.“ Öffne dein Herz und höre: ER ist da.

Leg deine Schwerhörigkeit ab!

Bin ich wirklich schwerhörig? Die Vermutung liegt nahe, dass die vielen Ablenkungen in meinem Alltag mich schwerer hören lassen, trotzdem – Bin ich schwerhörig oder will ich vielleicht gar nicht hören? Ist mein Leiden vielleicht Bequemlichkeit? Wenn ich IHN höre, dann will er womöglich etwas von mir. Wenn ich a n IHN glaube, dann muss ich mich selbst womöglich anders in den Blick nehmen. Wenn ich a u f IHN höre, dann sehe ich womöglich mein Handeln in einem anderen Licht; sehe Schuld, Unterlassung, Wegschauen und – Bequemlichkeit.

Tritt hinter dem Pfeiler hervor!

Zeige dich! Ich, dein GOTT, möchte dich sehen. Du bist mir willkommen. Mit deinen Sorgen und Ängsten, mit deiner Liebe und Fürsorge, mit deiner Schwerhörigkeit und Bequemlichkeit. Ich, dein GOTT, warte auf dich, weil ich dich liebe; weil du wertvoll bist; weil ich dich gemacht habe.

Schenke DEM Zeit, der in diese Welt kommt, der ist und immer sein wird.

Ich stehe vor DIR. Klein und zerbrechlich, stark und eigensinnig – so wie DU mich gemacht hast. Ich fühle deinen liebenden Blick auf mich. Ich spüre, wie deine Liebe mich durchströmt. Plötzlich verlieren anscheinend wichtige Dinge ihre Wichtigkeit. Mein Blick wird klarer. Mein Herz öffnet sich.

Öffne dein Herz und höre: ER ist da.

… es beginnt. Veränderung. <3

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Ich bin Fotografin, Geistliche Begleiterin und Prozessbegleiterin. Eine bunte Mischung vieler Professionen, die sich in meiner Person verbinden. Alles fügt sich zu einem bunten Ganzen im Arbeiten, Denken und Entwickeln, wenn es um Fotos, Workshops oder neue Ideen in der Gemeindeentwicklung bei Ihnen vor Ort geht. Einen kleinen Einblick zeigen die Fotos auf dieser Seite (unter diesem Text – drauf & klick). Unter Gedanken sortiere ich immer wieder, was mir begegnet. Dort finden Sie auch immer einen aktuellen Impuls von mir.

Sie sind interessiert? Dann freue ich mich auf einen Anruf oder eine Mail von Ihnen.